Bramfelder, wir sind wieder wer! Jetzt haben wir einen niegelnagelneuen Discounter in der Herthastraße, da wo einst unser heruntergekommenes Kartstadt vor sich hin vegetierte, steckt jetzt Kaufland drin. Heute habe ich mir die frisch eröffnete Bude mal angeschaut. Das Kaufland ist so riesig, dass es noch Wochen dauern wird, bis ich dort ohne fremde Hilfe Espresso-Pulver, Du Darfst-Käse und Blumenzwiebeln finde. Für einen Erstbesuch sollte man Zeit einplanen, denn überall schieben hilflose betagte Bramfelder ihre Rollatoren im Zickzackkurs durch die Gänge. Die Highlights für mich: Diversee Früchtetee-Sorten zum selbst abfüllen für 1,99 Pro 100 Gramm. Darunter etwa die Sorte Cuba Libre. Die Frsichfischabteilung sieht appetitlich aus. Die Spirituosenregale sind gut sortiert. Enttäuschend: Als Erstbesucherin hätte ich ein kleines Präsent erwartet. Gratis gabs für mich nur kleine Käsewürfel auf der Theke. An der Kasse fehlt Ablagefläche für die bereits gescannten Waren – wie bei Aldi. Verbesserungswürdig: Der eigens für Kaufland produzierte rührselige Song über eine Welt, in der es menschlich zugeht, dröhnt viel zu laut durch den Laden. Wenn ich schunkeln will, sehe ich im Fernsehen den Musikantenstadel. Hier will ich nur einkaufen, und zwar ohne Trommelfell-Schaden. Die Rolltreppe zum Parkdeck ist geschätzte 100 Meter lang und viel zu langsam. Ich würde sie auf mindestens 50 kmh stellen. Das würde auch den Leuten mit den Rollatoren eine Vorstellung davon vermitteln, was eine angemessene Geschwindigkeit ist.
Unsere Meile . Bramfeld . Kaufland
28. März 2011 von sahnehaube

