Heute war es wieder einmal soweit: Elternabend.
Aufgrund gesunkener Schülerzahlen wurden aus vier Klassen drei zusammengewürfelt. Also Tag X in einer neuen Klasse.
Pädagogisch wertvoll eröffnet die neue Klassenlehrerin das Gespräch: “Also es läuft bisher ganz gut, gleich zu Beginn des Schuljahres wurden ÄNGSTE THEMATISIERT und BEFÜRCHTUNGEN spielerisch abgebaut…”
Hat mein Sohn überhaupt nicht erwähnt?! Wundert mich nicht. Er steht nicht auf Rollenspiele, hat schon das Kasperletheater gehasst.
Dann ein neues wichtiges Thema: die Kantine. Besser: das KANTINENESSEN. “Kontinuierlich schlechter sei es geworden”. Kann ich bestätigen, mein Sohn hat seit einem Jahr dort nichts mehr zu sich genommen. Das letzte “Schnitzel” (eigentlich sein Leibgericht) hat er nach dem ersten Bissen in die Tonne geworfen – das sagt alles über die Qualität aus. Von “Schuhsohlen” war dann noch die Rede, und “Dosensuppen”. Das wollte die Lehrerin dann doch nicht glauben und schrieb fleißig in ihr Notizbuch: Dosensuppe??
Eine Mutter merkt noch an: “Es sollte doch zwei Gerichte zur Auswahl geben, eins mit Fleisch und ein Vegetarisches. Wenn meine Tochter etwas Vegetarisches bestellt, wird einfach das Fleisch oder die Wurst vom Teller genommen – bezahlen muss sie aber das Gleiche…”
Fragender Blick der Pädagogin über den Rand ihrer Halbbrille: “UND? Was GENAU hatten Sie jetzt erwartet?”
Schallendes Gelächter. Endlich mal etwas Slapstick in der Schule…


Leider sind diese Zustände in vielen Küchen von Schulen anzutreffen! Kann deine Erfahrung nur unterstützen. Es sollte mehr Geld in gute Mensen und Küchen investiert werden…