Um es vorweg zu nehmen: Frau Sahnehaube ist aus dem Vulkanasche-Regen wieder aufgetaucht – mit dem ersten Austiran-Airlines-Flieger, der aus Delhi nach Europa gestartet ist. Die Mühen der Reise haben sich gelohnt, denn ich konnte in Indien ein einzigartiges Restaurant testen: McDonalds am Ganges, in der heiligen Stadt Varanasi. Das besondere an dem Fast-Food-Tempel: Es gibt kein Rindfleisch, denn der Inder schlachtet aus Überzeugung keine Kühe. Da bleiben zwischen den Brötchen-Hälften nur Chicken. Fisch oder ein Maharaja. Wenn schon, denn schon: Ich habe mich für das Mahraja-Burger-Menue entschieden. Der Klops aus Tofu oder einer anderen lapschigen vegetarischen Substanz war einfach ungenießbar. Warum? Er hat wie ein Schwamm-Tuch geschmeckt, mit dem man vorher verschüttetes Chili-Pulver aufgewischt hat. Mehr gibt es nicht zu sagen. Die Fritten haben fast wie zu hause geschmeckt. die Cola auch. Das komplette Menü kostet in Varanasi 149 Rupien, umgerechnet ungefähr drei Euro – für einen Inder unerschwinglich, für mich nur eine kleine Fehlinvestition. Aber was bleibt einem anderes übrig, wenn man zwei Wochen lang Huhn mit indischer Gewürz-Matsche gegessen hat und das Zeug nicht mehr sehen kann? Nächstes mal nehme ich den Fisch-Burger.



Haha, in die “Falle” bin ich auch mal getappt. Nachdem ich wochenlang nur Dhal oder Curry oder Dhal Curry gegessen hatte, erschienen mir rindslose Burger irgendwie eine gute Idee…