Meine Kollegen reagierten verständnislos, als ich ankündigte: “Ich lass mir die Nase machen.” Sie fanden meine Nase ganz OK. Das ist typisch für unsere oberflächliche Gesellschaft. Immer geht es nur um Äußerlichkeiten. Meine Nase war von innen behindert – schiefe Nasenscheidewand und wuchernde Schwellkörper.

Im AKH sitzen Chirurgen die etwas davon vestehen. Und damit ich etwas bei der OP lerne, habe ich mich für eine ambulante Narkose entschieden. Kann ich jedem nur empfehlen: Man bekommt mit, wie der Operateur einem am Nasenknochen herumbricht, bis es bröckelt, sieht blutige Dinge aus der Nase kommen, die man dort niemals vermutet hätte und lernt, welche Instrumente besonders scharf sind, weil die OP-Schwester sich damit schon einmal verletzt hat. Der Chirurg sagt, wenn er sich beeilt kann er 20 bis 25 Nasen am Tag schaffen. Außerdem haben der Arzt und ich eine faszinierende Entdeckung gemacht: Die KO-Tropfen Dormi-Dingsbums funktionieren bei mir nicht. Ich quatsche während der OP einfach weiter.











Urgs, das sieht echt übel aus. Gute Besserung!