Immer noch fast 30° C – immer noch Ferien. Was macht man da?
Wir entscheiden uns spontan “Tretboot” zu fahren. Yak – das hört sich verdammt langweilig an und erste Stimmen erheben sich. Doch keine Gnade. Ohne Navi und mit wenigen Umwegen erreiche ich mein Ziel – die Mellingburger Schleuse in Alsterdorf. Parkplatzsuche erweist sich als schwierig, noch Andere scheinen auf meine Idee gekommen zu sein. Dann sind wir da: idyllisches Plätzchen samt Restaurant. Die “Ratsmühle” ist in meiner Erinnerung eine heruntergekommene Pommesbude mit phänomenaler Aussicht. Mittlerweile wurde die Terrasse überdacht und die Preise sind explodiert, eine Riesencurrywurst ist gerade noch drin (siehe Restaurantcheck).
In einem kleinen Kabuff entdecken wir einen langbärtigen Skipper, der meinen Perso in Gewahrsam nimmt. Eine Stunde Tretboot kostet € 12, Rettungsweste extra € 1 (für Nichtschwimmer oder Kleinkinder geeignet).
Wir suchen uns ein passendes Gefährt aus: in meinen Augen, hat sich hier in den letzten zwanzig Jahren nichts geändert! Die schnittigen Boote sind die Selben, die sperrigen Sitze aus Glasfaser sind immer noch so unbequem wie damals. Schon wird losgestrampelt – nach einigen Metern erste Meuterei: AUA – ich hab Rücken!

Tapfer drehen wir unsere Runde durch das knietiefe Wasser, erschrecken Enten, grüßen stumm-nickend andere Wassersportler und rammen Bäume – Ja, alles genau so wie damals.

