Eine gute Stunde von Hamburg entfernt steht die Zeit noch still. Wer bei Ludwigslust auf der A24 von Hamburg Richtung Berlin abbiegt, tritt eine Zeitreise an. Wöbbelin, Grabow, Milow, Steesow und Bochin – wie sie alle heißen, diese Dörfer, Ansammlungen, Häuserzeilen – man weiß nicht genau wie man das beschreiben soll, was man sieht. Hier ist der Aufschwung leise vorbeigehuscht, hier sieht man noch DDR pur. Grauer Putz, verfallene LPG Hallen.
Aber: auch die alten Fachwerkbauten, die in Hamburg gnadenlos abgerissen wurden, stehen hier noch. Zwei-, dreihundert Jahre alte Häuschen, Kopfsteinpflaster, fast wie im Mittelalter. Ein bunter Epochen-Mix.
In Lenzen/Prignitz ist die Altstadt rund um die Burg Lenzen noch sehr gut erhalten. Es wird auch hier und da zaghaft restauriert, viele Gebäude stehen leer. Die Sparkasse Prignitz bietet an: Fachwerkhaus von 1890 mit ehemaliger Gaststätte für VB 40.000 – da muss man zuschlagen.
Die “Hamburger Straße”, die sich durch die Altstadt zieht, wurde gerade aufwendig wiederhergestellt.
DDR Chic ist z.B. in Fewos und auf Flohmärkten zu finden:
Ganz präsent auch “Kittelschürzen”. Meine Ferienhaus-Vermieterin trug eine und beim Hausratsladen Lenzen waren auch diverse Exemplare käuflich zu erwerben:
Vielleicht eine Idee für den nächsten Karneval-Ausflug nach Kölle?




