In den late seventies waren “Worker Jeans” im Bauarbeiter-Chic mit vielen Täschchen und Nippeln angesagt. Ich war stolzer Besitzer eines solchen fashion trends. Allerdings habe ich mir nie einen Hammer in eine der Laschen gehängt. Dann gab es noch diese speziellen Jeans mit eingenähtem weißen Plastikstreifen an der Außennaht. Wie die genannt wurden, weiß ich nicht mehr.
In den Achtzigern waren dann bestimmte Denim Labels total angesagt: man trug ne echte “Edwin” oder eine von Closed, die sogenannte “Pedal Pusher”. Bis heute ist mir der Aufdruck am Hosensaum ein Rätsel – eine kleine Schere mit gestrichelter Linie. Sollte man hier abschneiden? Ich hab es einfach so gelassen. Der Schnitt war eng nach unten zulaufend, in der Modefachsprache “Karottenjeans” genannt.
Wer kreativ angehaucht war (ich zählte mich dazu) verfremdete die Jeans nach eigenem Gusto. Ich habe meine Edwin im Keller in einem großen Eimer voll hochkonzentriertem Domestos-Wasser gebadet und dort einige Tage einwirken lassen. Das Ergebnis war phänomenal – ein moonwashed-gebatiktes Original, das neidische Blicke meiner Freunde auf mich zog. Als besonderes Highlight habe ich die Außennaht dann aufgetrennt und einen Streifen einer alten Satin-Pyjama-Hose eingenäht !
Die Faser der Hose war nach dieser brachialen Methode allerdings stark angegriffen, so dass meine Lieblingsjeans nach einigen Wäschen von meiner Mutter heimlich entsorgt wurde. Das habe ich nie verziehen.


Domestosbäder kenn ich auch noch aus den 80er Jahren *hihi*
Du hättest vielleicht nicht gleich nen ganzen Eimer voll davon nehmen sollen
Die Jeans hießen “Paspel-Jeans” und waren einem Teil der Null-Bock-Kids eher suspekt. Eine sehr beliebte Häme war somit “Will die Pubertät nicht reifen, trägt man Jeans mit weißen Streifen”