Kürzlich unterhielten wir uns über “ausgestorbene” Hobbies unserer Jugend. Steppen, auch Tapdance genannt, stand ganz an erster Stelle. Erinnerungen an weiße oder bordeauxfarbene College-Schuhe, die je nach Geldbeutel vorn und auch hinten mit Eisen beschlagen wurden. Die Priviligierten hämmerten dann im Unterricht laut drauf los, während diejenigen, deren Taschengeld nur für “vorne ” reichte, mit der Hacke mächtig auftreten mussten, um sich zu Gehör zu verschaffen.
Dann – musikalische Ausflüge in den Blockflöten Bereich. “Ich habe Piccolo gespielt”, “Ich Alt”. Die Flötengröße spielte schon damals eine große Rolle. (Hier wird nicht ins Sexuelle abgedriftet).
Musik. Musica. Träume. Träume von Musikinstrumenten, die nie erfüllt wurden. Hier die Erinnerung an eine “Melodica”, der verstümmelten Kurzversion eines Akkordeons. Akkordeon = ausgelassene Party, wilde Zigeuner mit Schnurrbart – der Traum eines jeden jungen Mädchens der Achtziger. Dann Tränen, als eine “Melodica”, dieses schrecklich Anti-Instrument, auf dem Geburtstagstisch lag. Ein anderer Betroffener schließt sich den emotional gesteuerten Berichten an: Eine Gitarre in einer Klavierverpackung. Wie groß war hier die Enttäuschung des neuen Richard Clayderman, als er unter dem Weihnachtsbaum die Klampfe entpackte?
Dann – ganz plötzlich – die Offenbarung geheimer, unerfüllter Hobbie-Träume: Banjo spielen, Square Dance tanzen. Was ging hier in den Köpfen der Jugendlichen vor? Freiheit, wilde offene Prärie? Verschwitzte Cowboys am Lagerfeuer? Rüschige Damen, die zum Vierviertel-Takt von dominanten Herren übers Parkett geleitet wurden? Ausgestorben. Einfach ausgestorben.












Es ist schade, dass es so wenig Jungendliche im Square Dance gibt. Ich tanze es seit ich 9 bin…und es macht mega Spaß!!!! Aber andere Jugendliche trifft man meistens nur auf Specials, leider.
Man darf sich Square Dance nicht wie in den alten Westernfilmen vorstellen, wo alle mit Cowboy-Hüten wild duch die Gegend hüpfen. Teilweise ist es echt Konzentrationssache den Calls zu folgen. Das schöne ist aber, dass es keine Wettbewerbe gibt. Nichts von wegen: “Ich bin besser als du!”
Ich wollte das nur mal gesagt haben….vielleicht nützt es ja was!
Die Meldungen über die ausgestorbenen Aktivitäten snd ja nun schon ein bißchen älter aber trotzdem genauso aktuell.
Das Aussterben solcher an und für sich herausragender und Spaß machender Aktivitäten liegt natürlich an jedem selbst. Ich stelle am eigenen Leib fest, wenn ich nicht die eine oder andere Aktivität selbst ins Leben gerufen oder zurückgerufen hätte, hätte sie es nicht oder nicht mehr gegeben. Ich möchte damit jedem Mut machen diese Dinge wie Tap dancing oder Square dancing oder was immer man gerade als Bereicherung empfindet selbst in die Hand zu nehmen, Mitstreiter bzw.-Interessierte zu gewinnen und klein aber fein anzufangen. Beim Tapdancing brauche ich natürlich weniger als für den Square dance. Man sollte die anderen nicht unterschätzen es gibt mehr die sich insgeheim dafr interessieren als man glaubt. Einfach loslegen, Musik und Anleitungen , Übungsmaterial besorgen und dann kommen plötzlich auch andere die sich anschließen.
viel Spaß dabei-es lohnt sich auf jeden FAll..