Wenn man sich wundert, dass die Tiere um einen herum sehr viel ästhetischer aussehen als die Menschen, ist man mit größter Wahrscheinlichkeit auf einer Heimtiermesse gelandet. Insbesondere die Katzen sind nahezu perfekte Schmuckstücke mir gerader Nase (Norwegische Waldkatzen) oder ohne Nase (Perserkatzen). Andere sind so groß wie Hunde (Maine Coon). Alle perfekt schampooniert und frisiert. Und dann ein Blick auf die ZüchterInnen: Massive Figurprobleme unterm Schlabberpulli, bunt gefärbte Haare oder verunglückte Heimdauerwelle. Gibt es da einen psychologischen Zusammenhang? Werden die eigenen unerfüllten Wünsche auf die Tiere übertragen? Warum nicht mal den eigenen Körper etwas pflegen und auf gutes Futter achten?

Ach ja, und dann noch das Zubehör: Heute weiß kaum ein Hund noch, was ein Knochen ist. Stattdessen gibt es Spiel- und Beisszeug, an dem vor allem Herrchen und Frauchen Spaß haben: quietschende Gummihennen im Brautkleid, pinkfarbene grunzende Schweine und und und.




Schöne Bilder und sehr gut geschriebener Artikel (der erste Satz ist genial!!)