Feeds:
Artikel
Kommentare

Manchmal wundere ich mich darüber, womit Leute ihre kostbare Zeit verbringen – gerade im Alter. Heute hat meine Mutter mir zwei überschüssige Frikadellen und etwas Gemüse vorbei gebracht (zur Erinnerung: Alte Leute essen nicht mehr so viel). So etwas macht sie öfter. Neu und ungewöhnlich war aber die Beschriftung auf den Tupper-Deckeln: 12 und 15. Mhm. Ist das jetzt der Deckname für Frikadellen und Gemüse – so wie die Gerichte beim Chinesen A21 und S18 heißen? Auskunft meines Vaters: Nein, er hat jeden Tupperdeckel einer Dose zugeordnet und gleich lautende Nummern vergeben, damit das ewige Gesuche aufhört. Ich frage, warum Deckel Nr. 15 dann auf Dose 21 sitzt. Antwort: “Das kann schon mal passieren.”

Die Meldung war ja ungeheuerlich: das Schloss der Schleuse am Bramfelder See wurde am 11. Januar 2010 von Unbekannten geknackt und der ganze See trocken gelegt! Wir sprechen hier nicht über eine Pfütze, der “große Bramfelder See” ist/war ein Riesenareal, ein Naturschutzgebiet, ein Ausflugsziel.

Ich habe mir den Schaden heute einmal angesehen und frage mich: WER macht so etwas? Ich meine, Scheiben von Telefonzellen einschlagen, Briefkästen zukleben, Mercedes-Sterne klauen – OK. Das war früher der Zeitvertreib von “Chaoten”. Aber wer lässt denn einen 1,2km langen und 400m breiten See leerlaufen? Und vor allem – WARUM?

Der Schaden ist groß – tausende Fische wurden bereits von Profianglern geborgen oder getötet, die Graureiherkolonie und viele weitere Seebewohner sind gefährdet.

Wie sieht das ganze jetzt aus – und was passiert nun mit dem “Brami”, wie der See angeblich in Anwohnerkreisen genannt wird?

Die vier Inseln können jetzt zu Fuß erobert werden, bei dem heutigen Tauwetter habe ich mich allerdings nicht getraut. Ein Aushang vom NABU gibt Auskunft – 70-100cm Wassertiefe sollen noch erhalten geblieben sein (von ursprünglich 3m).

Laut Aushang plant man, Wasser aus dem “alten Teich” langsam nachlaufen zu lassen, um den armen “Viechern” zu helfen. Vielleicht haben wir dann im Sommer schon wieder unseren “alten See” zurück…

Ich beanspruche einfach mal ganz frech den Titel “Besitzer der “dicksten Kartoffel Hamburgs” für mich.

Mein Ausstellungsstück wiegt satte 773g – also umgerechnet ca. 665kcal. Von diesem Oschi wäre eine Kleinfamilie im Hungerwinter 1946/47 eine Woche lang satt geworden…- für Low-Carb Diäter hingegen ist dies wohl eher der Teufel in Knollengestalt.

Ich hörte doch letztens im Radio von einem aktuellen Reaktor-Unfall und einer verstrahlten Person, hätte wohl lieber das Anbaugebiet checken sollen…

Nun ist es amtlich, Edeka Tamme in Bramfeld-Nord ist Geschichte. Wir berichteten bereits unter “Senioren in Not” über die verherende Schließung unseres Edeka-Nahversorgers an der Grenze Bramfeld/Wellingsbüttel.

Tamme hat die Pforten geschlossen, ein anonymer vorgedruckter Aushang im Fenster “dankt den treuen Kunden”. Tamme, Zentrale für Frischkäse, Tchibo-Socken und ein nettes Gespräch – history. Ich habe einige meiner betagten Nachbarn lange nicht mehr gesehen, hoffentlich kommen die durch den Winter und haben noch was “Eingemachtes”… oder Dosenfleisch.

Was nun? Was bietet die Meile hier oben im Norden noch? Fischfang ist nicht mehr möglich, der Bramfelder See wurde von Chaoten trocken gelegt..
Geht Oma Schrüddel jetzt ins “Little Queenies” (Kneipe) um sich ihr Mineralwasser zu überhöhten Preisen zu kaufen? Oder geht Opa Schrumpel harmlos ins “La Nuit de la passion”, in der irrigen Annahme hier noch etwas Essbares zu erstehen? Zur Erklärung, das ein paar Schritt vom Edeka entfernte – mit OPEN Schild blinkende – Etablissement ist KEIN thailändisches Restaurant mehr! Die Wirtschaftskrise hat anscheinend auch hier zu einem Branchenwechsel geführt – statt Tom Kha Suppe gibt es hier nun andere feurige Geschichten. Opa Achtung!

Wird Bramfeld-Nord nun bald von Schleswig-Holstein eingemeindet? “Out of sight”, “Down under” oder “Suburbia” – sieht ganz so aus..

Gestern wurde ich Zeuge einer Unterhaltung zwischen einer schicken Kindergartenmutti in braunem Daunenmantel + Reiterstiefeln + eingesteckter Jeans (= uniformer Reiche-Mütter-Schick) und einer verzweifelten Erzieherin:

Mutti: (zuerst noch leise) “… das geht nicht! Ich möchte NICHT dass sich andere Mütter über MEIN Kind unterhalten!”

Erzieherin: (leise, nippelt an den Fingernägeln) “Aber das lässt sich doch nicht vermeiden, das gibt es doch immer wieder..”

Mutti: (deutlich lauter) “… Es GEHT nicht, dass GEWISSE Mütter über meinen Sohn sprechen, während ich nicht anwesend bin”

Erzieherin: (lächelt verzweifelt den anderen Müttern zu) “Da kann man doch schlecht etwas tun, es geht ja auch um..”

Mutti: (schneidet ihr das Wort ab, Stimme überschlägt sich) “JA – es geht um EIFERSUCHT und NEID – mein Sohn Gabriel (Name geänd.) kann vieles, ich weiß. Außer auf mich hören, das weiß ich auch – ABER – das ist eine Sache des Temperaments und dass haben GEWISSE Frauen nicht zu kommentieren…”

Kindergärtnerin kratzt sich am Kopf und zuckt mit den Schultern.

Mutti (macht eine bedeutungsvolle Pause, wird weinerlich) “Ich bin ja auch quasi alleinerziehend mit drei Kindern, da mein Ehemann ja ständig auf Geschäftsreise ist … GEWISSE Mütter haben da vielleicht einen Partner, der mit ihnen an einem Strang zieht..”

usw.

Der vierjährige Gabriel ist übrigens ein Klugscheißer erster Güte (“hach – ich möchte nicht meine Socken beschmutzen, das wäre sehr unangenehm”).
…………………..

Heute dann Teil 2 der Geschichte – Gabriel rastet aus. (Das Temperament..)

Mutti hockt bei Kindergärtnerin, die guckt völlig entgeistert. Gabriel hat Tim in die Wange gebissen.

Mutti (laut zum Sohn): “Siehst du, Gabriel, wenn du ungezogen ist, dann liest die Erzieherin dir nicht vor..” (Gabriel wurde in einen anderen Raum strafversetzt)

Gabriel antwortet mit einem gezielten Hausschuhwurf an Muttis Kopf.

Mutti: “Gabriel achtest du bitte darauf, wohin du deine Sachen wirfst..”

Gabriel: “Ich werf dich gleich mal durch den ganzen Raum..”

Mutti: “Ich möchte nicht, dass du so mit mir sprichst Gabriel…”

Gabriel haut Mutti den anderen Schuh auf den Kopf.

Mutti (verliert kurzzeitig die Contenance): “Ich kann dich auch VERSCHENKEN, oder ich lass dich lieber gleich hier !!”

Kindergärtnerin (guckt gequält), denkt wohl: “Oh bitte nur DAS nicht”. Dann passiert es: Ohne Vorwarnung mutiert Gabriel plötzlich zu einer Mini-Ausgabe von “Hannibal Lector” und beißt “Mutti” herzhaft in die Wange. Bio-Rouge sozusagen – ganz natürlich.

Mal sehen was morgen kommt.

Schweinegrippe – was war das noch gleich? Die Weltuntergangsstimmung (ähnlich wie bei den Meldungen des Amts für Katastrophenschutz beim Tief Daisy) ist lockerer Gleichgültigkeit gewichen..

Das Ergebnis unserer Umfage “Schweinegrippe – impfen lassen?” vom November-Januar liegt vor:

Bei 148 abgegebenen Stimmen haben

11% für “JA – unbedingt”

71% für “NEIN”

und 18% für “Ich weiß nicht”

gestimmt.

Und schon gibt es wieder ein ganz aktuelles Eisen, über das abgestimmt werden kann: “DER WENDLER…”

Heute machen wir mal einen auf Dschingis Khan.

Mongos – der Name mutet vorerst merkwürdig an. Ist dies eine gastronomische Einrichtung für gehandicapte Menschen?

Nein, ganz falsch. Der Name des Restaurants im Falkenriedareal in Eppendorf bezieht sich auf das angebotene “mongolische” Buffet. Wir sind heute forsch, probieren Kudu und Krokodil, Zebra und Känguru.

Wie läuft diese Mongo’s Prozedur nun ab? Zuerst einmal bekommt der Gast hölzerne Tabletts auf den Tisch gestellt.

Die freundliche Bedienung weiht uns in die “Mongo’s” Philosophie ein: Sauce wählen, ran ans Buffet, Fisch-Fleisch-und-Gemüse auswählen und zum Koch bringen.

Ich wähle Curry Mango Sauce – eine sehr gute Wahl.

Dazu gesellen sich Brokkoli, Mais, Reis und: Kudu, Zebra, Känguru und Huhn. Ja Huhn. War auch mit Abstand am leckersten. Sorry Wildhüter, aber Kudu ist zäh und Zebra schmeckt auch wie Leder.

Dann ein zweiter Versuch. Mit Kreide wird meine zweite Sauce für den Koch markiert: Mongos Ocean. Ich nehme Krabben, Springbock, Romanesco und Ananas. Lecker.

Fazit: Nettes Ambiente und eine nette Idee, wer’s mag…

Service: 3,5 Punkte

Geschmack: 3,5 Punkte

Preis: 3,5 Punkte

Ambiente: 3,5 Punkte

Voting: 3,5 Fishköppe

MONGO’S RESTAURANT
STRASSENBAHNRING 15
(IM FALKENRIEDAREAL)
20251 HAMBURG
T. 040. 89 72 156 0
F. 040. 89 72 156 11

Aus nicht näher zu erklärenden Umständen war ich heute im CCS – City Center Steilshoop. Knapp neben unserer Meile “Bramfeld” im idyllischen Hochhaus-Mekka Steilshoop gelegen.

Ich pendelte so zwischen Kik – dem Textil Diskont, Deichmann, Mäc Geiz und KND, einem – “Alles muss raus” Klamottenladen sinnlos hin und her, als es passierte. BÄNG! Ein dumpfer Knall, der die spärlichen CCS Besucher aufhorchen ließ. Die Köpfe wenden sich der obersten Etage zu – Suizidversuch? Schnell das Fotohandy gezückt.

Alles klärt sich auf: ein überdimensionaler “Schneeball” der phantastischen Ex-Weihnachtsdeko des CCS hatte sich selbständig gemacht.

War es höhere Gewalt oder wie ich hörte, ein “Anschlag” verrohter Jugendlicher? Thomas (Tommi) Sonnenburg, bitte ermitteln Sie! Am Stehtisch des Bäckers wird gemutmaßt – zwei übergewichtige Jogginganzugträger, die das Geschehen beobachtet haben, wissen mehr: “Die muss man verfolgen!” und weiter noch: “wenn da n Kind gewesen wär, das wär jetzt doodt!”.

Die CCS Putzhilfe trägt das Ungetüm ungerührt wieder an seinen Platz: “Isse gaanz leicht, macht nix kaputt!”

Polizei ist nicht vor Ort. Gerade noch mal Glück gehabt.

Aufgrund der gehäuften Klicks unter dem Stichwort “Wendler Clan” auf unserer Seite, habe ich mir das Elend heute mal angesehen. Der Wendler Clan, oder “Dallas in Dinslaken” ist ja vergleichsweise harmlos. DER WENDLER kommt ja sogar ganz nett und tapsig rüber.

Zuerst fällt er kopfüber nach einem umjubelten Auftritt im bis zum Schritt geöffneten Hemd samt Brustflaum und Goldkreuz in eine fiese Falle hinter der Bühne – oh Schreck – doch Aufatmen ist angesagt: “DER WENDLER”, wie er sich selbst per Handschlag vorstellt, ist unverletzt geblieben. Das hämische Grinsen seiner Bodyguards scheint er nicht bemerkt zu haben.

Die aktuelle Folge wurde dann von der Frage getragen – welches Haustier kaufen wir Töchterlein Adeline? Ehefrau Claudia, die sich gern “über” sprich unter ordnet, war auf einen Schäferhund überhaupt nicht gut zu sprechen. Kann ich verstehen. Im nahegelegenen “Zoo-Fachgeschäft” wurden dann echte Affen, Echsen und Meerschweinchen begutachtet. Was bitteschön ist denn das für ein Zoo-Handel?

DER WENDLER verwechselte dann sogleich in Anbetracht der tierischen Artenvielfalt ein Krokodil (käuflich!) mit einer Sumpfschildkröte. Das kann schon mal passieren, wenn man mental schon mit dem Auftoupieren der spärlichen Brusthaare und Gelen des Haupthaares beschäftigt ist.

Gekauft wurde schließlich ein “Minischwein”. Garnicht süß und laut Mutter Wendler “gleich nach draußen zu verfrachten”. Das erbärmlich schreiende Viech wurde dann auch leider nicht zum Knaller beim überraschten Töchterlein. “Ich wusste nicht, das Schweine so schreien, ich dachte erst ich gebe es weiter, aber vielleicht wird es ja noch (zutraulicher)..” Ein Bombenerfolg. Mutter Claudia guckt betroffen in die Runde: “Schweine sind schlauer als Hunde, ehrlich” – wahrscheinlich auch schlauer als einige Neubesitzer – möchte man vermuten.

Ein erster Misserfolg bei DEM WENDLER ? Das zitternde (!) Schwein wurde jedenfalls mit Apfelstückchen und Pflaumen (essen die sowas?) in der Luxus-Dusche geparkt – ich bin mal gespannt, ob “Babe” in der nächsten Folge noch lebt..! Oder vielleicht durch ein Sumpfschildkrötenkrokodil ersetzt wurde…

Unser schöner Stadtteil vermüllt seit vergangenen Mittwoch zusehends: die gelben Säcke stapeln sich in den ehemals gepflegten Straßen mittlerweile meterhoch. Sturmtief Daisy wirbelt diese zusätzlich in Vorgärten und auf Fahrbahnen, hier ist slalomfahren angesagt. Auch diverse herumfliegende Pappkartons und Pampersboxen müssen geschickt umfahren werden – mutiert Bramfeld jetzt zur Bronx Hamburgs?

Was ist passiert? Ganz einfach, die Bramfelder Sippschaft hat das kleine, zwischen den Jahren verschickte Heftchen der Stadtreinigung ungelesen in den Pamperskarton gestopft und nicht bemerkt, dass im neuen Jahr alles anders läuft. Mönsch Leude – Abholung ist doch um eine Woche verschoben! Ich wette, dass mindestens hundert Anrufe von peniblen Rentnern bei der Mülle eingegangen sind, doch die schaltet auf stur. Auch die abgeschmückten Tannenleichen machen sich bei Windstärke acht selbständig, Fußgänger sind zur Zeit in Bramfeld akut gefährdet.

Was aus Bramfeld wird, wenn die Stadtreinigung nächste Woche eingeschneit sein sollte, möchte ich mir nicht vorstellen. Dann müssen wir wohl einen Zug in Richtung Italien bestellen, schließlich haben wir im Sommer auch ausgeholfen!

Ältere Artikel »