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Es ist fünf vor zwölf – zumindest im Schaufenster eines Beerdigungsinstituts in Hamburg-Winterhude. Bei Gebrüder Imelmann und Sohn hat man sich eine besonders geschmackvolle Dekoration überlegt: lauter Uhren als Symbol für die verrinnende Lebenszeit. Eine davon steht auf fünf vor zwölf. Darunter ein Text mit der Überschrift: “Wem die Stunde schlägt”. “Ach ja, Mist”, denkt man da. “Ich wollte ja noch das Bad putzen, meine Steuererklärung machen und dann endlich mal meine eigene Beerdigung organisieren. Gut, dass die Imelmänner mich daran erinnert haben.” Also, auf zum Bestatter am Mühlenkamp 44, aber dalli, dalli!

Neulich in einem bekannten Schnellrestaurant. Zwei Jungs mit Migrationshintergrund unterhalten sich.

“Du sag mal ey, was heißt eigentlich das TS beim Hamburger Royal?” Mitleidiger Blick des Kumpels: “DAS weiß`du nich? Bis`du blöd oder was? TOMATE SSSWIEBEL Mann!”

MONCHICHIS – diese komischen Affen-Teletubbies aus den Siebzigern sind wider Erwartens NICHT ausgestorben! Kürzlich – beim Kaufhof in der Spielzeugabteilung – traf ich diese albernen Nuckelpinnen wieder. RETRO. VINTAGE. Ja, sie sind wieder da.
Ich selbst verbinde mit diesen Affenmenschen leider schlechte Erfahrungen. Auf einer Klassenfahrt im Jahre 1979 ins Schullandheim Wenningstedt/Sylt kotzte eine Mitschülerin eines Nachts (Heimweh) auf ihr geliebtes MONCHICHI. Eine intensive Reinigung des Fellknäuels im kargen Waschraum blieb erfolglos, anscheinend hatte sich die Magensäure der Besitzerin bis in das Innerste des Äffchens gefressen.
Da besagte Schülerin, Gunda S-E., sich vehement weigerte, ihr verunreinigtes MONCHICHI aus dem Zimmer zu verfrachten, stank das Acht-Mann-Zimmer eine Woche penetrant nach Erbrochenem.

Bei mir erzeugte der Anblick dieses Objekts jedenfalls keine freudigen Kindheitserinnerungen, allenfalls einen Pawlowschen Reflex..

Neue Termine – bitte unbedingt vormerken – :

MÄRZ 2010

06.03.2010 – Tauf Begleitfahrt “Taufe der MSC Magnifica – Ein italienischer Abend auf der Elbe” EUR 109

08.03.-20.03.2010 Hamburger Schulferien

ab 11.03.2010 regelmäßig – Brakula – “Salsa Movimiento y sabor” Kurs

13.03.+14.03.2010 – Mittelalterlicher Schwertschaukampf ab 10 Uhr – Kurs VHS Berner Heerweg

16.03.2010
“The Boss Hoss – Low Voltage” – Laeiszhalle

ab 18.03.2010 “Karamba” 70s Musical – Schmidts Tivoli

ab 19.03.2010 Hamburger Frühlingsdom

23.03.2010 – Ristorante Diamanti, Bramfelder Dorfplatz – Krimidinner “Don Camillo e Peppone” 19 Uhr

27.03.+28.03.2010 “Hansetier 2010″ Messe HH-Schnelsen

Nanu, was war denn das heute? PLUS sechs Grad? Regen, Schneeschmelze – schon ist von Hochwasser und verstopften Gullis, die die “Wassermassen” nicht aufnehmen können, die Rede. Hamburg ist ja seit Winterbeginn in ständiger Panik.

Wir haben den heutigen Tag genutzt, um mal wieder “Klarschiff” zu machen. Zwei, drei Red Bull getrunken, Hacke raus, Schaufel auch und “schnell” mal den Parkplatz vor der Tür geräumt…

Ich gebe es zu: Mir stellen sich die Nackenhaare schon auf, wenn ich eine Post-Filiale betrete. Und das Personal am Bramfelder Dorfplatz finde besonders schlimm: extrem langsam, muffelig, zickig. Ich bin aber auch ein komplizierter Fall: Will eine Playmobil-Eisenbahn nach Aachen verschicken. “Nächstes Mal ohne Schnur”, fährt mich die Frau in Uniform hinter dem Schalter barsch an. Ich biete ihr an, dass wir das Band abschneiden können, wenn es die Post bei ihrer diffizielen Arbeit behindert. Schnipp, macht sie mit ihrer Schere. “Und dieses Packpapier würde ich auch nicht benutzen. Nehmen sie nächstes Mal besser einen Schuhkarton.” Dann hält sie mein Päckchen über eine Schablone. Gott sei Dank erfüllt es die vorgeschriebenen Maße für Playmobilsendungen nach Aachen.

Der HVV ist zwar nicht besser oder günstiger geworden, dafür aber freundlicher. Zum Beispiel im Bus Linie 109. Dort drückt man jetzt nicht mehr einfach auf die “Halt!”-Taste sondern auf “Halte-Wunsch“. Das hört sich doch gleich ganz anders an. Noch mehr Stil hätte es, wenn eine gute Fee den Knopf für die Fahrgäste drücken würde. “Entschuldigen sie, meine Herrschaften, sollte jemand von ihnen einen Haltewunsch haben, melden sie sich doch bitte beim Bordpersonal.”

Ich wollte es zuerst nicht glauben, aber es ist wahr: Wir müssen uns nie mehr und nirgendwo langweilen! Davon hat mich “Kiki” überzeugt. Ich kenne sie nicht persönlich, ahne nur, dass sie eine Frau mit unglaublich viel Zeit ist. Neben allerlei Bastel- und Spieltips gibt sie im Internet auch – fein säuberlich nach Situationen geordnet – Tips gegen Langeweile in allen Lebenslagen. Beispiel 1: die Toilette von Freunden. Einfach Brille hochklappen, Klarsichtfolie über die Schüssel spannen, Brille wieder runter und warten, bis der Nächste das WC besucht. Fast noch besser hat mir der Tip gefallen, sich im Klo einzuschließen, aus dem Fenster zu türmen und nach Hause zu gehen. Funktioniert allerdings nur im Erdgeschoss. Beispiel 2: im Supermarkt. Einfach Dinge wie Kondome, Weinbergschnecken oder Billigfusel in fremden Einkaufswagen deponieren und die Leute beobachten, wenn sie es merken. Beispiel 3: im Kaufhaus. Bei der Nächsten Lautsprecherdurchsage die Hände gegen den Kopf pressen und verzweifelt laut schreien: “Da sind sie wieder, die Stimmen!…….” Also, schaut doch mal auf Kikis Internetseite: http://www.kikisweb.de/spielundspass/tipps/langeweile.htm

Und dann noch schnell ein Tip fürs Büro:

Habe gerade ein Rezept aus einem “Vorspeisen” Kochbuch (Geburtstagsgeschenk) nachgekocht.

Hierfür werden gemischte Kräuter (hier Basilikum, glatte Petersilie, Estragon) gehackt und in einem Pfannkuchenteig (Eier, Mehl, Zucker, Salz und Milch) versenkt.

Für die Füllung mischt man Mozzarella mit Schmand und gepressten Knoblauchzehen, dieses Gemisch wird sowohl IN die ausgebackenen Pfannkuchen als auch OBEN drauf drapiert. Das Ganze wandert noch für einige Minuten in den Ofen (Pfannkuchen als Päckchen packen), so dass der Mozzarella schmilzt.

Lecker.

Ha, da ist er wieder! Ich steige an der Bushalte Maisredder aus dem “Achter” und erkenne ihn sofort, den Mann im besten Alter. Baseballcap auf dem Kopf, langer grauer Pferdeschwanz guckt hinten raus, unauffällige Kleidung – bis auf das Schuhwerk. Das fehlt. Der Mann spaziert barfuß durch das Schneegestöber. Wahnsinn! Ich habe ihn bereits im Frühjahr, Sommer und Herbst barfuß hier gesehen. Aber im Jahrhundertwinter? Er sieht so entspannt aus, dass ich fast vermute, es handelt sich nicht um Echte Füße mit Gefühl, sondern um täuschend echte Prothesen. Ansonsten kann ich mir das einfach nicht erklären. Ich selbst versage schon bei dem Versuch, die Szene in Sekundenschnelle im eigenen Garten nachzustellen und zu fotografieren (Foto oben). Ich habe solche Schmerzen, dass ich nicht einmal die Kamera ruhig halten kann. Zwei Fragen bleiben: Wer ist der Mann, und warum tut er das? Der hamburgerfishkopp ermittelt.

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